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Yann Sommer: Die Herausforderung Mbappé

Andy

Yann Sommer und der FC Bayern München gehen heute Abend in der Champions League mit einem 1:0-Vorteil ins Achtelfinal-Rückspiel daheim gegen Paris Saint-Germain. Aber Achtung, PSG-Superstar Kylian Mbappé sagt: «Wir fahren nach München, um zu gewinnen und uns für die nächste Runde zu qualifizieren.»

Sommer
Yann Sommer liess sich im Hinspiel nicht von Kylian Mbappé überlisten. © IMAGO / Icon Sportswire

Es ist eine Knacknuss, die Yann Sommer serviert bekommt. Bei PSG stehen ihm mit Lionel Messi und Kylian Mbappé zweifellos zwei der absolut weltbesten Offensivspieler gegenüber, die nach der Heimniederlage im Hinspiel die Münchner heute vor Probleme stellen und eliminieren wollen. Vor allem Mbappé befindet sich in einer Top-Verfassung, hat in dieser Saison wettbewerbsübergreifend in 30 Spielen 30 Tore erzielt, wurde nach seinem Tor gegen Nantes mit nun 201 Treffern zum Rekordtorschützen von PSG – vor Edinson Cavani (200), Zlatan Ibrahimovic (156) und Neymar (118), der heute aber verletzt fehlt. «Für mich als gebürtigen Pariser ist das etwas Besonderes», sagte Mbappé danach. «Ich spiele, um Geschichte zu schreiben. Und ich habe immer gesagt, dass ich in Frankreich Geschichte schreiben will, in der Hauptstadt meines Landes, in meiner Stadt – und das tue ich jetzt.»

Geschichte schreiben will der Franzose auch auf der europäischen Bühne, doch das hat auch Bayerns Yann Sommer im Sinn. Und der Schweizer Nationalgoalie hat durchaus gute Erinnerungen an Mbappé. Im Juni 2021 hielt Sommer an der EURO im Penaltyschiessen den entscheidenden Elfmeter von Mbappé und hexte die Schweiz in den Viertelfinal und die Franzosen aus dem Turnier. Und im Achtelfinal-Hinspiel in der Königsklasse vor drei Wochen, als Mbappé nach 67 Minuten ins Spiel kam und in der 74. Minute allein auf Bayern-Keeper Sommer losstürmte, verhinderte der Schweizer den PSG-Ausgleich mit einer sensationellen Kopf-Parade. Klar ist aber, dass Sommer auch heute gefordert wird von Mbappé, dem aktuell wohl besten Stürmer der Welt.

Coman
Turbo-Duell: Mit Kylian Mbappé und Kingsley Coman treffen zwei superschnelle Spieler aufeinander.

Der 24-Jährige verfügt über ein komplettes Paket – er ist unheimlich antrittsschnell, technisch stark, trickreich und kann seine Laufrichtung innert kürzester Zeit wechseln und so seinen Gegenspieler vor fast unlösbare Probleme stellen. Er strebt die freien Räume hinter der gegnerischen Defensive an und verfügt da mit seinem Schmetterantritt und seiner Tempofestigkeit über grosse Trümpfe, zumal er über ein gutes Gespür verfügt, wo sich in der gegnerischen Defensive Lücken auftun. Gerade auch bei Kontern ist er kaum zu stoppen.

Es scheint so, als sei beim französischen Stürmer ein Navigationsgerät eingebaut, das ihn stets in Richtung Tor führt. Mbappé versteht es auch meisterlich, den Ball aus der rechten Hälfte des Strafraums präzise auf die linke Seite des Tores zu bringen – oftmals unhaltbar für den Keeper. Gleichzeitig ist er mit seiner Präsenz und Dynamik in der Lage, Löcher für seine Mitspieler aufzureissen und sie ins Spiel zu bringen. Er kann den so genannt letzten Pass spielen – noch lieber nutzt er ihn aber aus.

«Wir werden ihn stören bei seiner Arbeit. Wenn unser Plan aufgeht, wird er nicht viel Spass haben…»

Im Alter von 24 Jahren ist das Palmarès von Mbappé bereits prall gefüllt: Weltmeister, fünfmal französischer Meister, je dreimal französischer Cup- und Supercup- sowie zweimal Ligacupsieger, dazu unzählige persönliche Auszeichnungen. Doch der Gewinn der Champions League ist bis heute nur ein Traum geblieben. Das soll sich nun ändern und München nur ein Zwischenstopp auf diesem Weg sein, wie Mbappé selbstbewusst sagt: «Wir fahren nach München, um zu gewinnen und uns für die nächste Runde zu qualifizieren.» 

Und ja, trotz der 0:1-Hypothek sieht er sein Team als Favorit: «Das ist PSG immer!» Die Bayern mit Rückhalt Yann Sommer und Legende Thomas Müller sehen das natürlich anders. Letzterer sagte im Vorfeld: «Wie man die Rollen einschätzt, darf jeder für sich entscheiden. Wir haben 1:0 gewonnen im Hinspiel, ich sehe da schon einen Vorteil für uns. Wir haben ein Heimspiel, was für mich schon ein starkes Pfund ist. Unser Job ist, dass er das nach dem Spiel dann anders sieht. Wir werden ihn stören bei seiner Arbeit. Wenn unser Plan aufgeht, wird er nicht viel Spass haben…»

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