Und das aus gutem Grund: Der Trainer ist einer der Hauptverantwortlichen für den Aufschwung des VfB.
Sportlich hat Hoeness den Schwaben wieder eine fussballerische Identität gegeben und das Team vom Fast-schon-sicher-Abstieg bis in die Champions League geführt.
Auch bei den Fans ist Hoeness fast schon auf dem Gipfel der Beliebtheitsskala angekommen: Er hat sich bereits zwei Mal trotz anderem Interesse zum Verein bekannt, kommuniziert klar und offen und zeigt in den richtigen Momenten auch ein gutes Gespür für die Wünsche der Fans, beispielsweise, als er nach dem Einzug in die Champions League auf den Zaun der Cannstatter Kurve geklettert ist.
Der Sieg gegen Leipzig und der Einzug ins Pokalfinale bedeutet auch ein neues Kapitel in Hoeness' VfB-Geschichte. Zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt musste der Trainer eine längere Negativserie stoppen und er tat das auf der grösstmöglichen Bühne.
Gegen die Roten Bullen hat der Trainer sehr viel richtig gemacht: Die Sturmkombination aus Ermedin Demirovic und Nick Woltemade war die richtige Wahl, alle Spieler waren auf Vollspannung und vor allem die taktische Anpassung in der zweiten Halbzeit hat der Stuttgarter Defensive deutlich mehr Stabilität verliehen. Hoeness (nahezu verunglückter) Knierutscher ins Mannschaftsfoto war das emotionale Sahnehäubchen.
Vergessen ist die Ergebniskrise der letzten Wochen. Ab jetzt liegt der Fokus aller Beteiligten auf dem ersten Pokalsieg seit 1997. Der erste Titel seit 18 Jahren, der erste Pokalsieg seit 28 Jahren: Durch diesen Pott würde sich Hoeness endgültig zum König von Cannstatt krönen.