Zunächst beantwortete Eberl die Müller-Fragen noch gelassen. Auf die Nachfragen reagierte der FCB-Sportvorstand aber mit rauerem Ton.
Das Auswärtsspiel in Augsburg? Die vielen Ausfälle in der Abwehr? Die Kritik an seiner Arbeit?
Alles gute Themen rund um Max Eberl und seinem FC Bayern könnte man meinen.
Doch es sollte anders kommen auf dieser Pressekonferenz. DAS Thema ist und bleibt im Moment die Zukunft von Klub-Ikone Thomas Müller.
Müller-Zukunft noch nicht geklärt
Der Kicker hatte vor ein paar Tagen berichtet, dass das bayrische Urgestein keinen neuen Vertrag mehr beim FCB bekommen wird.
Bis diese Meldung nicht offiziell bestätigt oder dementiert wird, wird sich auch und vor allem der Sportvorstand Fragen dazu anhören dürfen.
Auf die erste Frage reagierte Eberl noch einigermassen gelassen: "Thomas ist eine besondere Personalie, er ist nicht irgendein Spieler des FC Bayern und das wird sehr medial getrieben. Weder Thomas selbst noch wir haben dazu was gesagt. Ausser dass es was zu verkünden gibt, wenn es was zu verkündigen gibt."
Eberl hat Recht. Thomas ist nicht irgendein Spieler. Er ist der Rekordspieler des grössten deutschen Fussball-Klubs. 742 Pflichtspiel-Einsätze und offensichtlich kurz vor dem Abschied. Da sind Fragen nicht nur erlaubt, sondern Pflicht. Es dürfte keinen Bayern-Fan geben, den dies nicht brennend interessiert.
Eberl bleibt seiner Linie treu
Es folgen Nachfragen - Eberls Ton wird rauer: "Ich werde hier und jetzt nicht über Thomas sprechen. Wir reden mit Thomas, das haben wir immer so gehalten und wenn wir die Entscheidung verkünden, dann verkünden wir sie." Aha!
Inhaltlich blieb der Sportchef seiner Linie treu. Keine klare Aussage. Es folgten selbstverständlich weitere Einlassungen zum Bayern-Spieler mit den 33 Titeln und 520 Scorerpunkten. Eberl dann sichtlich genervt das Thema für heute beendet: "Wie viele Fragen muss ich dazu noch beantworten?"
Viele!