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Das sagen Ponti, Mityukov und Djakovic vor der SM

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Von Donnerstag bis Sonntag finden in Sursee die Schweizer Langbahn-Meisterschaften statt. Ein paar Fakten zu den hiesigen Topstars.

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Blick optimistisch in die Zukunft: Noè Ponti © KEYSTONE/TIL BUERGY

Sechs Schwimmerinnen und Schwimmer haben die Schweiz im vergangenen Jahr an den Olympischen Spielen in Paris in Einzeldisziplinen vertreten. Davon ist in an den nationalen Meisterschaften in Sursee mit Noè Ponti, Roman Mityukov und Antonio Djakovic bloss ein Trio am Start. Jérémy Desplanches ist zurückgetreten und lässt es sich gerade mit seiner Frau in Vietnam gut gehen. Thierry Bollin ist aktuell ebenfalls im Ausland und lässt die Langbahn-Saison aus. Und Lisa Mamié fühlt sich nicht genügend fit für einen Start in Sursee.

Noè Ponti ist im vergangenen Dezember an der Kurzbahn-WM in Budapest in eine neue Dimension vorgedrungen. Er gewann über 50 m, 100 m und 200 m Delfin die Goldmedaille - zuvor war noch nie eine Schweizerin oder ein Schweizer im Bassin Weltmeister geworden. Dabei stellte der 23-jährige Tessiner drei Weltrekorde auf, zwei über 50 m und einen über 100 m Delfin. In letzterer Disziplin unterbot er die Bestmarke des Amerikaners Caeleb Dressel, eines seiner Vorbilder. "Dieser Weltrekord gab mir die grösste innerliche Befriedigung", sagt Ponti im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Allerdings waren für ihn die Erfolge an der WM "keine grosse Überraschung", was sein immenses Selbstvertrauen unterstreicht.

An den Sport Awards in Zürich belegte Ponti in der Kategorie "Sportler des Jahres" hinter Marco Odermatt den 2. Rang. "Das war nicht für mich sehr gut, sondern auch für den Schwimmsport im Generellen", so Ponti. Mit Odermatt tauschte er sich am Tag vor dem Riesenslalom in Adelboden länger aus. Genau wie der Skistar schafft es auch Ponti konstant, seine Leistung abzurufen. Die nächsten zwei Jahre nutzt er dazu, um im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles Neues auszuprobieren. So reduzierte er etwas das Volumen und trainiert er mehr Lagen. "Das macht mir Spass und hilft mir beim Delfinschwimmen", sagt Ponti. Zu was er an den Schweizer Meisterschaften fähig ist, "weiss ich nicht". Sein Fokus gilt den Ende Juli beginnenden Weltmeisterschaften in Singapur. Er betont aber, dass die SM ein wichtiger Test sei.

Roman Mityukov holte mit Bronze über 200 m Rücken die einzige Schweizer Olympia-Medaille in Paris im Schwimmen. "Das hat nicht viel verändert", sagt der 24-jährige Genfer. Vor den Olympischen Spielen konnte es sich Mityukov vorstellen, im Falle eines Podestplatzes aufzuhören. Doch mit der Erfüllung seines Traumes war für ihn rasch klar, noch mehr zu wollen. "Ein paar Tage konnte ich kein Schwimmbad sehen, aber nach einer Woche wollte ich zurück", blickt er zurück. Dennoch pausierte er während zwei Monaten, "das war sehr wichtig für mich, ich war mental müde."

Auch Mityukov experimentiert im Hinblick auf Los Angeles. Vor der Kurzbahn-WM trainierte er zweimal in der Höhe, einmal während zehn Tagen, einmal während einer Woche. In der nächsten Saison will er das Höhentraining auf vier Wochen ausbauen. Zum Höhepunkt 2025 in Singapur sagt er, "es ist nicht die wichtigste WM, aber sie ist wichtig." Verbesserungspotenzial sieht er beim Start, bei der Unterwasserphase und bei der Wende. Die Analyse von Paris ergab, dass er in diesen Bereichen Zeit verlor. Zur SM sagt er: "Ich möchte meine besten Zeiten in dieser Saison schwimmen. Ich mag die SM, da ich dort nicht so viel Stress habe."

Antonio Djakovic hat schon fünf Medaillen an Grossanlässen gewonnen, vier an Europameisterschaften und eine an einer Kurzbahn-WM. An den Olympischen Spielen sowie zuletzt im Dezember an der Kurzbahn-WM lief es dem 22-jährigen, in Uster wohnenden Thurgauer allerdings nicht wunschgemäss, was daran lag, dass ihn Infektionen und Verletzungen immer wieder zurückwarfen. Vor der Kurzbahn-WM litt er an Hämorrhoiden. Nach Budapest gönnte er sich eine fast einmonatige Pause, ging nach Kroatien in die Ferien und fuhr Ski. "Das half mir, auf andere Gedanken zu kommen. Nun bin ich zu 100 Prozent fit. Ich bin gespannt, wie es läuft."

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